Programming KW 47

Twentyseventeen – Ze End.

Lads und Ladies, das war schon unsere letzte Woche vom letzten Zyklus des Jahres. Aber so beschissen das Jahr auch angefangen hat (allein der Januar: Trumps Amtsantrittkältester Januar seit 30 JahrenWerder verliert zuhause 2:1 gegen die Bayern), der Ausgang liegt ganz bei uns: denn in der kommenden Woche habt ihr ein letztes Mal die Chance die sehnlichst erwartete Testwoche abzureißen! Und dann wird drei Wochen lang gespielt – oder so ähnlich. Ich hab es mir diesmal denkbar einfach gemacht und euren Coaches zum Abschluss des Jahres freie Hand gelassen. Jeder hat Vorschläge und Ideen eingebracht und zusammen haben wir die letzten Wochen des Jahres euren CrossFit Trainingsplan  gestaltet.

Soviel: es wird lecker (und: ich bin nicht der krankeste Kopf in unseren Reihen.).

Eigentlich wollte ich ein paar Worte zur Testwoche loswerden. Da mir aber kein guter Übergang einfällt (Google ist hier übrigens auch echt keine Hilfe“ Anm. d. R. ), jetzt also einfach ohne:

Warum testen wir?

Diese Testerei hat ein paar ziemlich simple Gründe, die aber ganz unterschiedlicher Natur sind: Zum einen sind die Tests natürlich wichtig für die weitere Trainingsplanung. So könnt ihr (und wir) ziemlich genau verfolgen ob es in die richtige Richtung geht und ob die Trainingsgestaltung der letzten Wochen/Monate für euch gut funktioniert hat. Das ist ziemlich individuell und nicht jeder Zyklus funktioniert für jeden gleich gut.

Zum anderen sind die Werte aus den Krafttests häufig ausschlaggebend für das weitere Training. Schließlich steht da ständig irgendwas von Prozenten an der Tafel. Und das nicht etwa weil Prozentrechnung so ziemlich den akademische Höhepunkt eines Sportstudenten darstellt, vielmehr weil es eine einfache Methode ist das Training zu steuern. Im Prinzip ist es nur eins von vielen Tools um alle von euch die jeden Tag im Training übertreiben wollen auf den Boden zu holen und alle von euch die täglich einen Tritt in den Poppes brauchen um vielleicht doch mal 12.5kg anstatt 10kg aufzustecken ein wenig anzutreiben.

Und nicht zuletzt sind die Tests auch für euch ziemlich nett. Das Beste wo gibt (in der ganzen weiten Welt) ist schließlich den eigenen Fortschritt zu sehen. Es tut einfach gut zu merken, dass die Stunden um Stunden um Stunden die man investiert sich nicht nur in „sich besser fühlen“ auszahlen, sondern sich auch in Zahlen niederschlagen (und Zahlen lügen nie. Hat mir der gleiche Typ erzählt der mir diese prozentualisierende Rechnemathik beigebracht hat).

Aber was macht das mit mir wenn die Testwoche richtig kacke läuft?! „Nur 87.5kg Backsquat, letztes Mal hab ich doch noch 90 geschafft was da los, mein Leben ist in Trümmern, hat mich denn niemand mehr lieb?“ In so einem Falle wende ich mich meistens einfach an meine Mama. Die hat mich immer lieb. Und sagt mir dass ich trotzdem toll bin.

Mama sagt ich bin toll

 

Und Mama lügt noch weniger als Zahlen. ODER: ich überlege wie oft und regelmäßig ich in den letzten Wochen/Monaten tatsächlich am Squat Tag beim Training war. Ob ich momentan ziemlich viel um die Ohren habe, mich Abends einfach nur matt und abgeschlagen fühle. Ob meine Ernährung von Reis, Brokkoli und Hähnchen in den letzten Wochen schleichend zu Spekulatius und Marzipanbrot gewechselt ist. Ob die neun Flaschen Wein am Dienstag Abend vielleicht doch übertrieben waren? Und so weiter…

ODER: Mal so richtig gepflegt ausrasten (Anm. d. R.)

Es gibt jede Menge Gründe warum es gerade in dieser einen Woche vielleicht gerade nicht so kaufen kann. Sollte man sich deswegen nen Kopp machen? Bitte nicht. Abhaken und weitermachen. Sagt meine Mama auch immer.

Love,
Giannis